{"id":1091,"date":"2005-03-07T13:37:21","date_gmt":"2005-03-07T13:37:21","guid":{"rendered":"http:\/\/globalenachbarn.org\/?p=1091"},"modified":"2016-11-14T11:53:29","modified_gmt":"2016-11-14T11:53:29","slug":"jahresbericht-vorstand-2004","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/globalenachbarn.org\/?p=1091","title":{"rendered":"Jahresbericht Vorstand 2004"},"content":{"rendered":"<h2>Jahresbericht 2004 des Vorstandes von Globale Nachbarschaft e.V.<\/h2>\n<p>Der folgende Bericht erl\u00e4utert die wesentlichen, insbesondere gesch\u00e4ftlichen T\u00e4tigkeiten, die der erweiterte Vorstand bestehend aus Guido Hinz, Maria B\u00fcscher und Frauke Kl\u00f6ser im Jahr 2004 im Auftrag der Mitgliederversammlung ausgef\u00fchrt hat. Der Bericht erg\u00e4nzt den Finanzbericht f\u00fcr das Jahr 2004.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die sehr positiven Erwartungen, die 2003 durch die neue brasilianische Regierung unter Pr\u00e4sident Lula und die vielen Kontakte w\u00e4hrend des Besuches einer Gruppe von Vereinsmitgliedern in Brasilien geweckt worden waren, haben sich f\u00fcr unsere Vereinsarbeit im Jahr 2004 leider nur teilweise erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Sehr hinter den Erwartungen zur\u00fcck geblieben ist der positive Einfluss der Regierung Lula auf die Genehmigung des <strong>B\u00fcrgerradios in Sobradinho,<\/strong> dessen Aufbau wir nach wie vor unterst\u00fctzen. Die B\u00fcrokratie scheint immer noch genauso tr\u00e4ge wie in den Jahren zuvor und bietet alle sechs Monate eine neue H\u00fcrde f\u00fcr unsere brasilianischen Partner im Verein ACCS (Verein f\u00fcr gemeinschschaftliche Kommunikation in Sobradinho). Im Jahr 2004 war es zuerst der 30 Meter hohe Sendeturm, der den Flugverkehr auf der kleinen Landepiste Sobradinhos st\u00f6ren k\u00f6nnte. Nachdem dies bei der Flugsicherungsbeh\u00f6rde ausger\u00e4umt war, wurden von der Kommunikationsbeh\u00f6rde neuerliche \u00c4nderungen in der Satzung von ACCS gefordert. Nun warten wir mit ACCS immer noch auf die Ver\u00f6ffentlichung der Sendegenehmigung. Infolge dieser Stagnation konnten 2004 keine weiteren Gelder f\u00fcr das Projekt eingesetzt werden. Die Gelder aus dem Vorjahr hat ACCS inzwischen f\u00fcr den Bau des Sendeturms, die Vorbereitung des Studiogeb\u00e4udes und das Genehmigungsverfahren ausgegeben. Bis auf Weiteres halten wir die gesammelten Gelder in einer R\u00fccklage bereit, denn sobald die Genehmigung ver\u00f6ffentlicht wird, hat ACCS nur sechs Monate Zeit, um Studio und Sendeanlage zu beschaffen und in Betrieb zu nehmen.<\/p>\n<p>Die <strong>Landwirtschaftliche Familienschule in Garrafao<\/strong> hat immer noch sehr unter der Unregelm\u00e4\u00dfigkeit der staatlichen Zahlungen f\u00fcr die Lehrergeh\u00e4lter zu leiden. Bisweilen sind sie mehr als drei Monate im R\u00fcckstand. Hier ist allerdings nicht die Bundesregierung in Brasilia, sondern die des Bundesstaates Esp\u00edrito Santo verantwortlich. F\u00fcr den Aufbau eines Hilfsfonds der APEAEFA, aus dem bei R\u00fcckst\u00e4nden den Mitarbeitern ein Teil der fehlenden Gehaltszahlungen auf Darlehensbasis gew\u00e4hrt wird, leistet GN einen Zuschuss. Im Jahr 2004 wurde allerdings kein weiterer Beitrag hierf\u00fcr ausgezahlt, da die H\u00f6he des Eigenbeitrags der APEAEFA, von dem unser Zuschuss abh\u00e4ngt, noch nicht feststand.<\/p>\n<p>Trotz der personellen Schwierigkeiten macht die Schule gro\u00dfe Fortschritte im Bereich des \u00f6kologischen Landbaus. Ihre Kaffeepflanzung konnte die Schule dank unserer Hilfe in den letzten zwei Jahren erweitern und eine kleine Anlage zur Verarbeitung der Ernte in Betrieb nehmen. F\u00fcr die weitere Pflege der Kaffeepflanzung bis zur ersten gr\u00f6\u00dferen Ernte in zwei Jahren waren 2004 keine zus\u00e4tzlichen Gelder erforderlich, was aber 2005 durchaus der Fall sein k\u00f6nnte. Die bestehende R\u00fccklage soll f\u00fcr diesen Zweck erhalten bleiben.<\/p>\n<p>Die Mitarbeiter der EFA haben au\u00dferdem 2004 den Aufbau einer organischen H\u00fchnerzucht begonnen, f\u00fcr die wir im November die finanziellen Mittel an den Tr\u00e4ger APEAEFA \u00fcberwiesen haben. Die Mitarbeiter streben f\u00fcr das Jahr 2005 an, das gesamte Gel\u00e4nde der Schule samt Tierhaltung als \u00f6kologisch gef\u00fchrten Betrieb zu zertifizieren. Des weiteren geh\u00f6rt zum \u00f6kologischen Konzept eine Baumschule f\u00fcr Obstkulturen, deren Aufbau f\u00fcr 2005 vorgesehen ist.<\/p>\n<p>Die <strong>Stiftung Antonita Bandres (FAB)<\/strong> ist zur Zeit unser wichtigster Partner f\u00fcr soziale Projekte in Sobradinho. F\u00fcr die vollst\u00e4ndige Anerkennung der Stiftung von staatlicher Seite waren 2004 noch einige Schritte erforderlich. Insbesondere musste die Stiftung dazu ihr Eigenkapital in Form von Grundst\u00fcckseigentum nachweisen und registrieren lassen. F\u00fcr k\u00fcnftige Erweiterungen des Casa Antonita hatte der Vorstand der Stiftung bereits 2003 entschieden, ein Nachbargrundst\u00fcck der Einrichtung zu erwerben. Wegen Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten bei der Eintragung der Grundst\u00fccksgrenzen im Zuge des Verkaufs durch den Vorvorbesitzer war der Kauf des Nachbargrundst\u00fccks au\u00dferdem Voraussetzung f\u00fcr eine ordnungsgem\u00e4\u00dfe Registrierung des bestehenden Grundst\u00fccks als Stiftungskapital. Daher stellte GN im April 2004 einen Betrag f\u00fcr den Kauf des Grundst\u00fccks und die Registrierung zur Verf\u00fcgung. Bei der ersten \u00dcberweisung vom April gab es Schwierigkeiten bei der Abwicklung durch die brasilianische Bank. Die Mitteilung der Bank aus Salvador erreichte die FAB auf postalischem Weg erst so sp\u00e4t, dass deren Vorstand das Geld nicht mehr rechtzeitig abrufen konnte und eine erneute \u00dcberweisung im August notwendig wurde.<\/p>\n<p>Gut voran kommen die Umbauarbeiten f\u00fcr die Kinderkrippe der <strong>Kindertagesst\u00e4tte &#8222;Gente Valente&#8220; in Sobradinho.<\/strong> Bis November 2004 hat der Tr\u00e4ger, die FAB, mit dem von uns im September zur Verf\u00fcgung gestellten Betrag in H\u00f6he von 2.500 EUR und Beitr\u00e4gen der \u00f6rtlichen Kirchengemeinde die neuen sanit\u00e4ren Anlagen f\u00fcr die Kindertagesst\u00e4tte fertig gestellt. Mit der Fertigstellung war es m\u00f6glich, Ende des Jahres den Abriss der alten Anlagen zugunsten einer Erweiterung des dringend ben\u00f6tigten Krippenbereiches zu beginnen. F\u00fcr den noch im Januar 2005 beginnenden Aus- und Umbau der Krippe haben wir im Dezember einen gr\u00f6\u00dferen Teilbetrag in H\u00f6he von 4.000 EUR an die FAB \u00fcberwiesen. Im Laufe des Fr\u00fchjahrs 2005 wird die Stiftung voraussichtlich weitere Mittel brauchen, um die Kinderkrippe voll in Funktion zu nehmen, wof\u00fcr die Mitgliederversammlung von GN bereits Geld bewilligt hat.<\/p>\n<p>Andere Projekte in Sobradinho, die bei dem Besuch 2003 ins Auge gefasst worden waren, konnten wir 2004 noch nicht f\u00f6rdern. Bei der R\u00e4ucherei f\u00fcr Fisch und Fleisch und bei den landwirtschaftlichen Projekten in zwei Dorfgemeinschaften ist eine Verwirklichung noch gar nicht absehbar. Die FAB beabsichtigt weiterhin die Einrichtung eines Computerkurses im <strong>Casa Antonita<\/strong>, einem <strong>Sozialzentrum f\u00fcr M\u00e4dchen<\/strong> in der Tr\u00e4gerschaft der FAB. Im Jahr 2004 ist es noch nicht gelungen, ein tragf\u00e4higes Konzept f\u00fcr die Organisation des Kurses und die n\u00f6tige Ausstattung, sowie f\u00fcr die fachkundige Begleitung aufzustellen. F\u00fcr 2005 bestehen gute Aussichten, dass das Projekt beginnen kann.<\/p>\n<p>Immer noch im Gespr\u00e4ch ist die Unterst\u00fctzung des Vereins AAPIS (Verein f\u00fcr Imkerei in Sobradinho) beim Aufbau einer Imkergemeinschaft, deren gr\u00f6\u00dfere Produktion sp\u00e4ter eine regionale oder sogar \u00fcberregionale Vermarktung von Honig gestatten soll. Die Arbeit von AAPIS ist aufgrund der L\u00e4hmung vieler Bereiche des \u00f6ffentlichen Lebens vor und nach den Kommunalwahlen im Oktober 2004 kaum voran gekommen. Der Kontakt \u00fcber P\u00e9ricles Matos besteht aber noch und k\u00f6nnte 2005 in eine Zusammenarbeit f\u00fchren.<\/p>\n<p>Die F\u00f6rderung von <strong>Schulprojekten in Afghanistan<\/strong> durch GN ist Ende 2003 abgeschlossen worden. Weitere Spenden, die daf\u00fcr im Jahr 2004 eingegangen sind, konnten wir daher nicht einsetzen und haben sie den Spendern der Evangelischen Kirchengemeinde in Gummersbach zur\u00fcck \u00fcberwiesen.<\/p>\n<p>Die <strong>\u00d6ffentlichkeitsarbeit<\/strong> von Globale Nachbarschaft war 2004 gegen\u00fcber dem Vorjahr weiter reduziert und beschr\u00e4nkte sich, abgesehen von der Pr\u00e4senz im Internet, auf ein Seminar zum Thema &#8222;Globalisierung der Information&#8220; und einen Spendenaufruf zugunsten der H\u00fchnerzucht in Garrafao. Die Reduzierung ist einerseits auf die zunehmende berufliche und famili\u00e4re Belastung der Aktiven im Verein zur\u00fcck zu f\u00fchren, andererseits haben diese sich dazu entschlossen, das bisherige Konzept der gebundenen Zeitungen aufzugeben und stattdessen eine Sammlung kombinierbarer Themenbl\u00e4tter aufzubauen und kontinuierlich zu erweitern. Dies soll 2005 verwirklicht werden.<\/p>\n<p>2004 fanden drei ordentliche Mitgliederversammlungen von Globale Nachbarschaft e.V. statt: im M\u00e4rz, im Mai und im September, jeweils in Bonn.<\/p>\n<p>im Original gez. Guido Hinz, Vorsitzender\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bonn, den 07. M\u00e4rz 2005<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresbericht 2004 des Vorstandes von Globale Nachbarschaft e.V. 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