{"id":1093,"date":"2004-03-04T13:49:09","date_gmt":"2004-03-04T13:49:09","guid":{"rendered":"http:\/\/globalenachbarn.org\/?p=1093"},"modified":"2016-11-14T11:53:42","modified_gmt":"2016-11-14T11:53:42","slug":"jahresbericht-vorstand-2003","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/globalenachbarn.org\/?p=1093","title":{"rendered":"Jahresbericht Vorstand 2003"},"content":{"rendered":"<h2>Jahresbericht 2003 des Vorstandes von Globale Nachbarschaft e.V.<\/h2>\n<h2>F\u00f6rderung der Entwicklungshilfe durch Projekte in Entwicklungsl\u00e4ndern<\/h2>\n<h3>Projektbesuch in Brasilien<\/h3>\n<p>H\u00f6hepunkt der Projektzusammenarbeit im Jahr 2003 war die Fahrt von Anna Wienhard, Jaap Evertse und Guido Hinz nach Sobradinho (Bahia) und Garrafao (Esp\u0155ito Santo) in der Zeit vom 8. bis 26. August. Ziele der Fahrt waren die Besichtigung durchgef\u00fchrter und im Aufbau befindlicher Projekte, ausf\u00fchrliche Beratungen mit unseren Partnern sowie das bessere gegenseitige Kennenlernen, au\u00dferdem die Information \u00fcber allgemeine Entwicklungen vor Ort und die Anbahnung neuer Kontakte und Projektvorhaben. Der Besuch begann in Sobradinho, Anna Wienhard war dann ab dem 15.8. in Garrafao, Jaap Evertse und Guido Hinz folgten dorthin am 19.8. Auf diese Weise war uns an jedem Ort eine Pr\u00e4senz von etwa 10 Tagen m\u00f6glich.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h3>Sobradinho<\/h3>\n<p>Ein wesentlicher Teil des Programms bildeten die Zusammenk\u00fcnfte und Beratungen mit unseren wichtigsten Partnern: ACCS (Verein f\u00fcr gemeinschaftliche Kommunikation in Sobradinho), FAB (Stiftung Antonita Bandres) und die katholische Gemeinde von Sobradinho, vertreten durch Padre Joao und die im Ort ans\u00e4ssigen Ordensschwestern der T\u00f6chter Jesu. Auf die Zusammenarbeit mit ACCS und FAB gehen die Beitr\u00e4ge weiter unten noch ausf\u00fchrlich ein. Ein interessanter Ansatz f\u00fcr eine zuk\u00fcnftige Zusammenarbeit ergab sich aus verschiedenen Gespr\u00e4chen \u00fcber Bienenzucht und die Produktion von Honig in der Caatinga. Auch hierzu folgt ein eigener Beitrag. Daneben gab es eine Vielzahl von Kontakten und Besichtigungen, von denen hier nur einige erw\u00e4hnt werden k\u00f6nnen. N\u00e4heres ist dem Fahrtbericht an die Mitgliederversammlung vom September 2003 zu entnehmen.<\/p>\n<p>Ein besonderer Schwerpunkt der Fahrt war zukunftsweisenden Aktivit\u00e4ten zur Bereicherung und Veredelung kleinb\u00e4uerlicher Produktion gewidmet. Die GN-Gruppe besuchte verschiedene Dorfgemeinschaften in der Region, von denen<\/p>\n<ul>\n<li>eine die native Caatinga-Frucht Umb\u00fa zu Marmelade und anderen Produkten weiterverarbeitet und diese gemeinsam mit weiteren Gemeinschaften in einer Kooperative vermarktet,<\/li>\n<li>eine die Knollen der Maniokpflanze durch ein besonderes Trocknungsverfahren zu hochwertigem Tierfutter f\u00fcr die Trockenzeit verarbeitet und<\/li>\n<li>eine weitere den Bau und die Nutzung von Zisternen zur Trinkwassergewinnung aus Regenwasser betreibt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Weitere Besuche in der unmittelbaren Umgebung von Sobradinho galten einer neuen Ansiedlung von fr\u00fcheren Landlosen und einer uns seit langem bekannten Frauenvereinigung, die beide in der N\u00e4he des Flusses bew\u00e4sserte Landwirtschaft mit Elementen gemeinschaftlicher Produktion und Vermarktung verbinden. Auch eine Kooperative zur Verarbeitung von Fleisch und Fisch durch R\u00e4uchern demonstrierte uns ihre Arbeit. Alle diese Ans\u00e4tze sind geeignet, etwas zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Region beizutragen und gaben uns viele Anregungen f\u00fcr m\u00f6gliche zuk\u00fcnftige Ma\u00dfnahmen. Bisher ist daraus aber noch kein greifbarer Ansatz zur Zusammenarbeit erwachsen.<\/p>\n<p>Au\u00dfer den landwirtschaftlich orientierten Projekten besuchten wir auch verschiedene soziale Einrichtungen in Sobradinho, insbesondere solche, die von der katholischen Gemeinde angesto\u00dfen wurden oder bis heute von ihr getragen werden. Besonders hervorzuheben ist die Pastoralarbeit f\u00fcr Kinder, deren vordringliches Anliegen die Vorsorge und Hilfe bei Kleinkindern zur Verringerung der Sterblichkeit und Verbesserung der allgemeinen Gesundheit ist. Dazu z\u00e4hlt nat\u00fcrlich auch die Beratung der M\u00fctter. Hier ist mit gro\u00dfem ehrenamtlichen Engagement beachtliches erreicht worden. Eine Unterst\u00fctzung unsererseits f\u00fcr die Pastoralarbeit zugunsten von Frauen und Kindern ist mittelfristig sehr bedenkenswert.<\/p>\n<p>Ein Besuch in der Landwirtschaftlichen Familienschule (EFAS) diente vor allem dem Austausch \u00fcber die m\u00f6gliche Zusammenarbeit der Schule mit anderen von uns gef\u00f6rderten sozialen Projekten, insbesondere dem B\u00fcrgerradio. Leider haben die Gespr\u00e4che keine greifbaren Ergebnisse gebracht.<\/p>\n<h3>Besuch in Garrafao<\/h3>\n<p>Neben den Planungen und Besichtigungen verschiedener Vorhaben im Bereich des \u00f6kologischen Landbaus, die im unten folgenden Beitrag ausf\u00fchrlich dargestellt werden, diente der Besuch besonders dem gegenseitigen Kennenlernen. Einigen Mitgliedern von GN waren der Pfarrer Siegmund Berger, zugleich Leiter der EFA, und die stellvertretende Leiterin, Leonora Boone Sassemburg, bereits seit vielen Jahren pers\u00f6nlich bekannt. Die meisten \u00fcbrigen Mitarbeiter, sowie den Vorstand und weitere Mitglieder unseres Partners APEAEFA (Tr\u00e4gerverein der Landwirtschaftlichen Familienschule) lernten wir erst jetzt n\u00e4her kennen und hatten Gelegenheit, unsere Organisationen gegenseitig vorzustellen. Insbesondere wurde das vorher geschlossene generelle Abkommen zur Zusammenarbeit von GN und APEAEFA nun in einem offiziellen Rahmen und im Beisein wichtiger politischer Repr\u00e4sentanten bekr\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Bei Besuchen und Gespr\u00e4chen mit Politikern, Produzenten, einer Organisation zur Zertifizierung und in der Hochschule der Kreisstadt Santa Maria gewannen wir den Eindruck, dass viele Menschen der Region zunehmend auf \u00f6kologischen Anbau setzen und diesbez\u00fcglich ein gro\u00dfes Entwicklungspotenzial vorhanden ist. Die Aktivit\u00e4ten der EFA f\u00fcr den organischen Anbau und unsere Unterst\u00fctzung daf\u00fcr fallen hier im doppelten Wortsinn auf sehr fruchtbaren Boden.<\/p>\n<h3>Sobradinho, Brasilien<br \/>\nDas Projekt B\u00fcrgerradio Sao Francisco FM<\/h3>\n<p>Wie schon im Jahr 2002 so war auch Anfang 2003 die Arbeit unseres Partners ACCS durch das Warten auf die Konzession f\u00fcr den Sender aus Brasilia \u00fcberschattet. Die Hoffnung, dass mit dem Antritt der neuen Regierung unter Pr\u00e4sident Lula das Verfahren beschleunigt w\u00fcrde, erf\u00fcllte sich w\u00e4hrend der ersten drei Monate nicht. Ende M\u00e4rz reiste Paulo Ferreira nach Brasilia, um mit Unterst\u00fctzung des Bundesabgeordneten Bassuma (PT) bei der Beh\u00f6rde ANATEL vorzusprechen und mit Nachdruck um die Erteilung der Konzession zu bitten.<\/p>\n<p>Schwierigkeiten mit dem Telefonanschluss von Paulo Ferreira f\u00fchrten dazu, dass die ansonsten regelm\u00e4\u00dfige Korrespondenz in den Monaten April bis Juni ausfiel. Mehrere E-Mails an Paulo aus dieser Zeit blieben unbeantwortet.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich konnte Paulo den Kontakt erst Anfang Juli wieder aufnehmen, allerdings mit einer sehr unangenehmen Neuigkeit: Die ANATEL hatte ACCS in einem offiziellen Schreiben aufgefordert, sich mit der \u201eStiftung Sao Joaquim\u201c aus Sobradinho bzgl. der Sende-Konzession zu einigen und eine entsprechende Erkl\u00e4rung an die Beh\u00f6rde zu schicken. Offenbar hatte diese Organisation sich gleichzeitig mit ACCS um die Konzession beworben, wovon Paulo Ferreira aber erst jetzt erfuhr. Nach seiner Darstellung handelt es sich um eine vom derzeitigen Pr\u00e4fekten Sobradinhos eingerichtete Stiftung, die von engen Mitarbeitern des Pr\u00e4fekten gef\u00fchrt wird und der Beschaffung staatlicher Gelder f\u00fcr verschiedene Vorhaben der Kommune diente. In sehr knappen Worten \u00e4u\u00dferte Paulo, dass er bei der Beh\u00f6rde beantragt habe, ACCS den Vorrang bei der Erteilung der Konzession zu geben. Viele Fragen blieben f\u00fcr uns offen.<\/p>\n<p>Die Fahrt einer Vereinsdelegation nach Sobradinho im August 2003 und deren Gespr\u00e4che mit dem Vorstand von ACCS brachten mehr Klarheit \u00fcber die Konkurrenzsituation der beiden Bewerber und die weiteren Aussichten. Die besagte \u201eStiftung Sao Joaquim\u201c hatte gleichzeitig mit ACCS vor etwa sechs Jahren schon versucht, einen lokalen Radiosender in Sobradinho zu betreiben. W\u00e4hrend ACCS aber wegen der Illegalit\u00e4t aufgrund einer neuen Gesetzeslage den Sendebetrieb einstellte, blieb die \u201eSao Joaquim\u201c auf Sendung, bis schlie\u00dflich die Polizei den Sender stilllegte und die Ausr\u00fcstung beschlagnahmte. Die Zusammenh\u00e4nge erfuhren wir vom ACCS-Vorstand jedoch erst in einem sp\u00e4teren Gespr\u00e4ch. Offenbar bestanden w\u00e4hrend der ersten Gespr\u00e4che auf Seiten von ACCS Bef\u00fcrchtungen, die Konkurrenzsituation k\u00f6nnte die Zusammenarbeit mit GN beeintr\u00e4chtigen. Dementsprechend waren unsere Partner mit Informationen eher zur\u00fcckhalten. Wir haben sp\u00e4ter unseren Partnern gegen\u00fcber deutlich gemacht, dass wir uns f\u00fcr die Zusammenarbeit gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Offenheit w\u00fcnschen und die Weitergabe aller relevanten Informationen f\u00fcr das Vertrauensverh\u00e4ltnis wichtig ist, gerade bei negativen Punkten.<\/p>\n<p>Die Gespr\u00e4che, die Paulo mit dem Vorstand des Mitbewerbers im Mai und Juni f\u00fchrte, waren ohne Ergebnis geblieben, so dass nun das Ministerium f\u00fcr Kommunikation dar\u00fcber zu entscheiden hatte, welcher Bewerber die Konzession erh\u00e4lt. Der Vorstand rechnete fest damit, den Zuschlag zu erhalten, da ihrer Ansicht nach der Konkurrent die Kriterien der politischen Unabh\u00e4ngigkeit und einer breiten Akzeptanz in der Bev\u00f6lkerung nicht erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Indessen gingen die Vorbereitungen f\u00fcr den Aufbau des Senders weiter. Der Vorstand von ACCS f\u00fchrte uns durch die k\u00fcnftigen Studior\u00e4ume und Paulo zeigte uns den f\u00fcr die Aufstellung vorbereiteten Sendeturm. Das 2002 von GN \u00fcberwiesene Geld hat ACCS f\u00fcr Ausgaben im Rahmen des Genehmigungsverfahrens und vor allem f\u00fcr den Kauf eines Turms von 17 Metern H\u00f6he eingesetzt. Die restlichen 13 Meter wurden mit Hilfe der CHESF gebaut, wobei die Materialkosten daf\u00fcr noch nicht ganz beglichen waren.<\/p>\n<p>Am 25. Oktober erhielten wir schlie\u00dflich von Paulo die gute Nachricht, dass das Ministerium die Konzession an ACCS vergeben will. Die Freude war bei allen Beteiligten gro\u00df. Nun konnte ACCS den n\u00e4chsten Schritt in Angriff nehmen: Eine technische Beschreibung der Sende-Anlage und des Studios mit fachm\u00e4nnischer Begutachtung musste an die ANATEL eingereicht werden. ACCS bat GN um einen weiteren Teilbetrag der zugesagten Projektmittel, um damit die Auslagen f\u00fcr die Fertigstellung des Turms und f\u00fcr die Ausarbeitung der einzureichenden Dokumente zu bezahlen. Ende November rechnete Paulo damit, dass es sich nur noch um Tage handeln k\u00f6nne, bis die Konzession offiziell erteilt w\u00fcrde. Es ging nur noch um die Pr\u00fcfung der eingereichten technischen Beschreibung.<\/p>\n<p>Auf der Grundlage des Beschlusses der MV vom 01.11.2003 veranlasste der Vorstand von GN am 11.12.2003 die \u00dcberweisung von 1.000,00 Euro an ACCS als Vorschuss auf die Finanzierung des Senders. Leider lie\u00dfen sowohl die Genehmigung der ANATEL als auch die Gutschrift des \u00fcberwiesenen Geldes noch l\u00e4nger auf sich warten. ACCS bekam das Geld schlie\u00dflich erst im Februar 2004 ausgezahlt. Etwa zu diesem Zeitpunkt wurde bekannt, dass die technische Beschreibung ein weiteres Problem im Genehmigungsverfahren offen gelegt hat: Der Standort des 30 Meter hohen Sendeturms k\u00f6nnte den kleinen Flugplatz in Sobradinho beeintr\u00e4chtigen, was zun\u00e4chst von der Beh\u00f6rde f\u00fcr Flugsicherung \u00fcberpr\u00fcft werden muss. Die schier endlose Geschichte der Konzession setzt sich also noch in das Jahr 2004 fort. Wie schnell dieses j\u00fcngste Hindernis \u00fcberwunden wird und wie viele noch auftauchen werden, ist nach dieser Vorgeschichte nicht einzusch\u00e4tzen. Wir haben aber immer noch die Hoffnung, dass das Radio Sao Francisco tats\u00e4chlich im Laufe des Jahres 2004 auf Sendung geht.<\/p>\n<h3>Stiftung Antonita Bandres<\/h3>\n<p>Der Vorgang der amtlichen Eintragung und Anerkennung der Stiftung kommt nur langsam voran. Neben den b\u00fcrokratischen H\u00fcrden stellt die Finanzierung der f\u00fcr die Anerkennung n\u00f6tigen Geb\u00fchren und Honorare ein Problem dar. Der gr\u00f6\u00dfte Schritt ist aber die formale Anerkennung des Stiftungskapitals in Form der beiden Grundst\u00fccke (Creche Gente Valente und Casa Antonita). Beim Grundst\u00fcck des Casa Antonita gibt es Unsicherheiten bzgl. der Grundbuch-Eintragung. Eventuell ist der Zukauf des Anrainergrundst\u00fccks ratsam. Globale Nachbarschaft hat eine direkte finanzielle Hilfe f\u00fcr die b\u00fcrokratische Anerkennung gew\u00e4hrt und eine Unterst\u00fctzung beim Kauf des Grundst\u00fccks f\u00fcr das kommende Jahr in Aussicht gestellt.<\/p>\n<p>In der <strong>Kindertagesst\u00e4tte \u201eGente Valente\u201c<\/strong> muss die FAB den Bereich der Kinderkrippe dringend sanieren und erweitern. Staatliche Auflagen k\u00f6nnten sonst zu einer Schlie\u00dfung dieses wichtigen Teils der Einrichtung f\u00fchren. Zum Ende des Jahres 2003 lagen erste Pl\u00e4ne f\u00fcr den Umbau vor, die aber noch einer \u00dcberarbeitung bed\u00fcrfen. Im Laufe des Jahres 2004 soll der Umbau beginnen.<\/p>\n<p>Das <strong>Sozialzentrum f\u00fcr M\u00e4dchen Casa Antonita<\/strong> m\u00f6chte f\u00fcr die M\u00e4dchen einen Computerkurs und weitere M\u00f6glichkeiten einer Arbeit mit Computern anbieten. Die Einrichtung sucht Partner zur Beschaffung von drei oder vier PCs, Einrichtung eines Computerraums und Durchf\u00fchrung von Kursen f\u00fcr einen Teil der M\u00e4dchen. Diese sollen dann ihr Wissen den anderen weitergeben und die Arbeit am Computer als kleine Dienstleistung f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung in Sobradinho anbieten.<\/p>\n<h4>Verein f\u00fcr Bienenzucht<\/h4>\n<p>W\u00e4hrend des Aufenthalts in Sobradinho haben die Mitglieder von GN mit einer Reihe von Leuten gesprochen, die selbst eine Bienenzucht betreiben oder betreiben wollen und dazu nach einer gemeinschaftlichen Organisation suchen. Die Aussichten f\u00fcr eine solche Produktion sind in der Region von Sobradinho g\u00fcnstig. Sollte es eine entsprechende Gemeinschaft von Produzenten geben, will GN diese unterst\u00fctzen. Allerdings sind dazu noch eine Reihe von Voraussetzungen vor Ort zu schaffen, insbesondere die Gr\u00fcndung eines geeigneten Vereins oder einer Genossenschaft. Konkrete Schritte sind diesbez\u00fcglich im Jahr 2003 noch nicht erfolgt.<\/p>\n<h3>Garrafao, Brasilien<br \/>\nPartnerschaft mit der APEAEFA allgemein<\/h3>\n<p>Durch den Besuch von Jaap Evertse, Guido Hinz und Anna Wienhard in Garrafao im August 2003 wurde die Zusammenarbeit mit der APEAEFA durch Gespr\u00e4che \u00fcber die Zusammenarbeit gefestigt und fand in der Folge durch die ersten Projektvorhaben konkretere Umsetzung als in den vergangenen Jahren.<\/p>\n<p>Insgesamt hat GN gemeinsam mit der APEAEFA 2003 mit der Realisierung von Projekten in einem Umfang von RS 22.183,59 (ca. 6.750,00 Euro) begonnen.<\/p>\n<p>Die konkreten Vorhaben werden im folgenden im Einzelnen beschrieben:<\/p>\n<p>Zum Ende des Jahres 2003 musste die APEAEFA ein neues Direktorium w\u00e4hlen und aufgrund von \u00c4nderungen des brasilianische Codigo Civil auch die bisherige Satzung \u00e4ndern (liegt GN vor).<\/p>\n<h4>\u00d6kologischer Kaffeeanbau und Verarbeitung<\/h4>\n<p>W\u00e4hrend des Aufenthaltes der Vertreter von GN in Garrafao wurden die bereits begonnene \u00f6kologische Kaffeeanpflanzung in der EFA besichtigt und die weitere Planung zum Ausbau der Pflanzung, ihrer Pflege und der Einrichtung einer kleinen Verarbeitungsanlage (Waschen, Sch\u00e4len und Trocknen) zur Qualit\u00e4tssicherung des Kaffees mit den zust\u00e4ndigen Agrartechnikern\/Agronomen der EFA, sowie mit Vertretern der APEAEFA diskutiert. Dabei wurde vor allem auch Wert auf die Einbeziehung der Kleinbauern gelegt.<\/p>\n<p>Als Beispiel wurde die Kaffeepflanzung und Verarbeitungsanlage des Kleinbauern und Agrarsekret\u00e4rs in Santa Maria de Jetib\u00e1 besichtigt. Basierend auf diesen Gespr\u00e4chen legten die beiden f\u00fcr die Kaffeepflanzung verantwortlichen Mitarbeiter der EFA zur MV von GN am 14.9.2003 einen Projekt- und Kostenplan zum Ausbau und zur Pflege der Kaffeeanpflanzung und zum Aufbau der Verarbeitungsanlage vor.<\/p>\n<p>Entsprechend dieses Planes stellte die MV der APEAEFA RS 14.894,89 (ca. 4.500 Euro) der im Rahmen des am 7.7.2002 gefassten Beschlusses bewilligten Mittel f\u00fcr den Ausbau des \u00f6kologischen Kaffeeanbaus in der EFA zur Verf\u00fcgung. Die ersten Arbeiten an der Kaffeepflanzung wurden bereits umgesetzt. Die zur Verarbeitung des Kaffees notwendigen Maschinen (Wasch- und Sch\u00e4lmaschine) wurden von der APEAEFA bereits angeschafft.<\/p>\n<h4>Ausbau der hauswirtschaftlichen Ausstattung<\/h4>\n<p>Der Aufbau einer kleinen Backstube f\u00fcr die t\u00e4gliche Brotversorgung der etwa 230 Sch\u00fcler der EFA wurde w\u00e4hrend des Besuches der Vertreter von GN in Garrafao mit Vertretern der APEAEFA konkret diskutiert. Gemeinsam wurde ein Raum in einem kleinen Haus nahe des Brotofens besichtigt, in dem die Backstube eingerichtet werden soll. Zus\u00e4tzlich wird ein zweiter Brotofen gebaut werden. Die Backstube wird nur der Versorgung der Sch\u00fcler und eventuell ihrer Ausbildung dienen. Ein konkreter Kostenplan wurde von Vertretern der APEAEFA noch w\u00e4hrend des Besuches erstellt. Entsprechend diesem Kostenplan hat GN gem\u00e4\u00df des Beschlusses der MV vom 7.7.2002 Gelder in H\u00f6he von RS 5.000,00 (ca. 1.500 Euro) an die APEAEFA \u00fcberwiesen.<\/p>\n<h4>Sicherung des Schulbetriebs<\/h4>\n<p>Im Jahre 2003 erhielten die Lehrer der EFA ihre Geh\u00e4lter der MEPES f\u00fcr mehrere Monate erst um Monate versp\u00e4tet ausbezahlt. Dies f\u00fchrte bei vielen der Lehrer zu finanziellen Engp\u00e4ssen und pers\u00f6nlichen Problemen. F\u00fcr den Schulbetrieb hatte es erhebliche Nachteile, da mehrere Lehrer nach mehreren Monaten ohne Gehalt schlecht motiviert waren und einige ihre Stelle k\u00fcndigten.<\/p>\n<p>Um in solchen F\u00e4llen die finanziellen Engp\u00e4sse zu \u00fcberbr\u00fccken, hat die APEAEFA beschlossen, einen Hilfsfond auf Darlehensbasis einzurichten. F\u00fcr diesen Hilfsfond wurden Richtlinien ausgearbeitet. GN hat auf der MV am 14.9.2003 beschlossen, diesen f\u00fcr die Sicherung des Unterrichts wichtigen Hilfsfond bis zum Ende des Jahres 2004 mit maximal 2500 Euro zu unterst\u00fctzen entsprechend der Eigenmittel, die die APEAEFA selbst\u00e4ndig f\u00fcr den Hilfsfond aufbringt. Ein Vorschuss der Unterst\u00fctzung in H\u00f6he von 700 Euro wurde an die APEAEFA \u00fcberwiesen.<\/p>\n<p>Am Ende des Jahres hatte sich die Besetzung der Lehrerstellen f\u00fcr das kommende Schuljahr (2004) wieder stabilisiert, so dass die EFA im Jahr 2004 mit einem vollbesetzten Lehrerkollegium beginnen kann. Eine traurige Konsequenz des Fehlens eines zweiten Agronoms in der EFA w\u00e4hrend vieler Monate im Jahre 2003 war, dass der Ausbildungsgang zum Agrartechniker im \u00f6kologischen Landbau, der in der Schule angeboten wurde, nicht bis zum Jahresende abgeschlossen werden konnte, sondern nun im Jahr 2004 noch fortgesetzt werden muss. Insbesondere kann deswegen 2004 nicht mit einem neuen Jahrgang im Ausbildungsgang begonnen werden.<\/p>\n<h4>Sonstige Vorhaben<\/h4>\n<p>Die verantwortlichen Mitarbeiter der EFA legten einen Projekt- und Kostenplan f\u00fcr ein weiteres Projektvorhaben, zur Einrichtung einer \u00f6kologischen Caipira-H\u00fchnerzucht vor. Die H\u00fchnerzucht dient prim\u00e4r der Versorgung der Schule und der Ausbildung der Sch\u00fcler, insbesondere der Sch\u00fcler im Ausbildungsgang zum Agrartechniker im \u00f6kologischen Landbau. Nach Kl\u00e4rung einiger R\u00fcckfragen beschloss GN auf der MV am 01.11.2003 die Unterst\u00fctzung dieses Projektes mit bis zu 800 Euro. Mittel f\u00fcr die Umsetzung des Projektes sollen im ersten Halbjahr des Jahres 2004 von GN aufgebracht werden, so dass hoffentlich noch 2004 mit dem Aufbau dieser H\u00fchnerzucht begonnen werden kann.<\/p>\n<p>Weitere gemeinsame Vorhaben im Bereich \u00f6kologische Landwirtschaft sollen zwischen Vertretern von GN und APEAEFA im Jahr 2004 diskutiert werden.<\/p>\n<h3>Afghanistan<br \/>\nFortbildung von Grundschullehrern in Herat<\/h3>\n<p>In Bezug auf Afghanistan diente das Jahr 2003 der Abkl\u00e4rung, ob ein Engagement von GN in diesem Land unter den derzeitigen Bedingungen und in \u00dcbereinstimmung mit unseren Vorstellungen von Projektarbeit sinnvoll und durchf\u00fchrbar ist. Die intensive Auseinandersetzung innerhalb unseres Vereins mit der Situation der Menschen in Afghanistan hatte bereits im Jahr 2002 begonnen \u00fcber den Kontakt zu dem Exilafghanen Hasan Hashemi, der auf einem weiteren Studientag \u00fcber die Hintergr\u00fcnde informierte (siehe Abschnitt Veranstaltungen).<\/p>\n<p>Die Idee, Bildungsma\u00dfnahmen zu unterst\u00fctzen, konkretisierte sich in zwei Projektvorhaben, von denen eines eine Fortbildung f\u00fcr Grundschullehrer und Grundschullehrerinnen in der Stadt und Region Herat betraf, das andere die Anschaffung von Umdruckger\u00e4ten f\u00fcr Schulen zur Vervielf\u00e4ltigung von erstellten Materialien beinhaltete (siehe T\u00e4tigkeitsbericht 2002). Diese \u00dcberlegungen reiften in Zusammenarbeit mit ehemaligen Einwohnern von Herat, die heute als Fl\u00fcchtlinge im Iran leben und der stellvertretenden Schulleiterin des Schulamtes in Herat. Allerdings wurde es immer schwieriger, Kontakt zu der Schulbeh\u00f6rde aufzunehmen, deren Kooperation mit uns die entscheidende Voraussetzung f\u00fcr eine F\u00f6rderung darstellte, da wir auf diesen Partner vor Ort f\u00fcr eine gelingende Zusammenarbeit angewiesen sind.<\/p>\n<h4>Ausstattung von Schulen in der Provinz Badghis<\/h4>\n<p>Die auch auf widerholte Anfragen hin immer deutlicher werdende mangelnde Kooperationswilligkeit zwang uns schlie\u00dflich dazu, von den oben genannten Projektideen Abstand zu nehmen und uns f\u00fcr die bereits eingegangenen Spenden von der evangelischen Kirchengemeinde Gummersbach nach einer Organisation umzusehen, die die Gelder im Sinne der Spender, also f\u00fcr Schulen in der Gegend um Herat einsetzt. Dabei sollte auch abgekl\u00e4rt werden, ob \u00fcber diese Organisation ein Kontakt zu den betroffenen Schulen m\u00f6glich ist. Von den beiden Hilfsorganisationen World Vision und Help e.V., \u00fcber die Informationen eingeholt wurden, wurde letztere ausgew\u00e4hlt, um mit dem dortigen Verantwortlichen f\u00fcr Projektarbeit in Afghanistan, Herrn Engelmann, Gespr\u00e4che zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Help e.V. finanziert in erster Linie mit Spenden und Zusch\u00fcssen der Europ\u00e4ischen Union und der Bundesregierung Projekte der Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit in zahlreichen L\u00e4ndern, darunter Albanien, Bosnien-Herzegowina, Tschetschenien, El Salvador, Mosambik, Irak und eben auch Afghanistan. In Herat und Umgebung wurden durch die Organisation zahlreiche Schulen gebaut und ausgestattet, um sie dann der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde zu \u00fcbergeben. Dar\u00fcber hinausgehende Kontakte oder Projektzusammenarbeit entspricht nicht der Arbeitsweise dieses gemeinn\u00fctzigen Vereins, scheint aber nach Einsch\u00e4tzung von Herrn Engelmann auch nicht den Interessen der zur Zeit dort Machthabenden zu entsprechen, die gerne Unterst\u00fctzung bei der Verbesserung der schulischen Infrastruktur annehmen, aber jegliche inhaltliche Einflussnahme zur\u00fcckweisen.<\/p>\n<p>In dem Gespr\u00e4ch kristallisierte sich als sinnvolle Verwendung der Gelder heraus, die Finanzierung von St\u00fchlen f\u00fcr von Help e.V. gebaute Grundschulen in der Nachbarprovinz Badghis (Stadt Quala-e-now) zu \u00fcbernehmen. Mit Beschluss der MV vom 1.11.2003 wurden die gesamten bis dahin eingegangenen Spenden von 5.809,02 EUR auf das Konto von Help e.V. f\u00fcr diesen Zweck \u00fcberwiesen. Da unter den genannten Voraussetzungen eine Zusammenarbeit mit Projektpartnern im Land zur Zeit nicht m\u00f6glich erscheint, verfolgt GN keine weiteren Vorhaben in Afghanistan.<\/p>\n<h2>\u00d6ffentlichkeits- und Vereinsarbeit in Deutschland<\/h2>\n<h3>1. Mitgliederversammlung im Haus der ESG, Bonn (02. Februar)<\/h3>\n<p>Schwerpunkte: T\u00e4tigkeits- und Kassenbericht sowie Entlastung des Vorstandes; Erl\u00e4uterung und Aussprache zur Bilanzierung ausgew\u00e4hlter Buchungskonten; Beschluss zur Zweckbindung von R\u00fccklagen; Vorstellung des Haushaltsplans 2003; Vorstandswahlen und Wahl der Kassenpr\u00fcfer; Er\u00f6rterung Stand und Perspektiven der Projektf\u00f6rderung in der EFA Garrafao (Kaffeeanbau und Hauswirtschaft) und einer Schule in Herat\/Afghanistan (Lehrerfortbildung, Finanzierung von Umdruckmaschinen); Beschluss zur Beauftragung von Guido Hinz, anl. der im Sommer 2003 stattfindenden Brasilienfahrt mit den Partnern in Sobradinho laufende Projekte auszuwerten sowie m\u00f6gliche Projekte im Bereich der Bildungsf\u00f6rderung und Existenzsicherung zu besprechen und zu planen; Beschluss zur Beauftragung von Anna Wienhard, anl\u00e4sslich der im Sommer 2003 stattfindenden Brasilienfahrt mit den Partnern in Garrafao m\u00f6gliche Projekte in den Bereichen Hauswirtschaft und \u00f6kologischer Landbau an der EFASJG zu besprechen und zu planen; Beschluss \u00fcber die Zahlung eines Reisekostenzuschusses zur Durchf\u00fchrung der Brasilienfahrt an die o.g. Beauftragten; Ausblick auf \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Seminare im Jahr 2003.<\/p>\n<h3>Seminarwochenende zum Thema \u201eGemeinschaftlich leben\u201c (16.-18. Mai)<\/h3>\n<p>Im Kloster der Herz-Jesu-Missionare in Hiltrup besch\u00e4ftigten sich 13 Teilnehmer (au\u00dferdem 5 Kinder) mit den verschiedenen Formen gemeinschaftlichen Lebens.<\/p>\n<h3>Studientag zum Thema \u201eAfghanistan\u201c in Aachen (28. Juni)<\/h3>\n<p>Zur Vorbereitung der anstehenden Entscheidung \u00fcber die Verwendung der Spenden f\u00fcr eine Schule in Herat\/Afghanistan informierten sich Mitglieder von GN gemeinsam mit Hasan Hashemi, einem aus Afghanistan stammenden Freund von Guido Hinz, \u00fcber die politische und soziale Situation in Herat. Ankn\u00fcpfend an die Inhalte des Studientages im Juni 2002 wurde insbesondere \u00fcber das Regime Ismail Kahn, die Situation der Menschenrechte in der Provinz und die Situation der Bev\u00f6lkerung, speziell im Bereich der Bildung gesprochen. Ferner wurden der Stand der Planungen bzw. Vorbereitungen und die Erfolgsaussichten des Projektes \u201eLehrerfortbildung\u201c und \u201eFinanzierung Umdruckmaschinen\u201c sowie M\u00f6glichkeiten der Zusammenarbeit mit einer vor Ort bereits t\u00e4tigen Hilfsorganisation diskutiert.<\/p>\n<h3>2. Mitgliederversammlung im Haus der ESG, Bonn (14. September)<\/h3>\n<p>Schwerpunkte: Zwischenbericht zu den Vereinsfinanzen; Stand der Projektf\u00f6rderung in Herat\/Afghanistan und Entscheidung, f\u00fcr die Weitergabe der eingegangenen Spendengelder eine geeignete, vor Ort t\u00e4tige Hilfsorganisation zu suchen; Bericht von der Brasilienfahrt; Vorstellung m\u00f6glicher Ma\u00dfnahmen in Sobradinho (Computerkurs und Grundst\u00fcckskauf Casa Antonita) sowie Garrafao (Weiterverarbeitungsanlage f\u00fcr den geernteten Kaffee, Aufbau einer \u00f6kologischen H\u00fchnerzucht, Einrichtung eines Hilfsfonds zur Sicherung der Lehrergeh\u00e4lter) (Teil I) und Diskussion; Beschluss zur Bezuschussung der Legalisierung der Stiftung Antonita Bandres, Sobradinho; Beschluss zum Erwerb eines Nachbargrundst\u00fcckes zur Casa Antonita, Sobradinho; Beschluss \u00fcber die Bezuschussung eines Hilfsfonds zur Sicherstellung der f\u00fcr den Schulbetrieb in der EFA Garrafao erforderlichen personellen Ausstattung.<\/p>\n<h3>2. Mitgliederversammlung in Overath (01. November)<\/h3>\n<p>Schwerpunkte: Beschluss zur \u00dcbergabe der f\u00fcr Afghanistan eingegangenen Spendengelder an die Organisation Help e.V. zur Bestuhlung von Grundschulen um die Stadt Qala-de-now, Provinz Badghis; Entscheidung, bis auf weiteres keine weiteren Vorhaben in Afghanistan zu verfolgen; Vorstellung m\u00f6glicher Ma\u00dfnahmen in Sobradinho und Garrafao (Teil II) und ausf\u00fchrliche Diskussion (Computerkurs Casa Antonita, Bienenzucht, \u00f6kologische H\u00fchnerzucht Garrafao); Berichte zu aktuellen Vorhaben in Brasilien (Umbau Kinderkrippe Sobradinho); Beschluss, eine Vorschusszahlung auf die Projektgelder des Radioprojektes Sao Francisco in das Ermessen des Vorstandes zu stellen; Festlegung von GN-Mitgliedern f\u00fcr die Arbeitsteilung in der Projektbetreuung.<\/p>\n<h3>Seminarwochenende zum Thema \u201eDas Gesch\u00e4ft mit dem Wasser \u2013 Die Privatisierung der Grundwasserversorgung\u201c (28. &#8211; 30. November)<\/h3>\n<p>Im Kloster der Herz-Jesu-Missionare in Hiltrup besch\u00e4ftigten sich 23 Teilnehmer (au\u00dferdem 6 Kinder) mit dem Problem der zunehmenden Privatisierung der Wasserversorgung, sowohl in den L\u00e4ndern des S\u00fcdens als auch des Nordens.<\/p>\n<h3>Vereinstreffen<\/h3>\n<p>Die monatlichen Vereinstreffen fanden das ganze Jahr hindurch im bew\u00e4hrten Rhythmus an Dienstagen bzw. Donnerstagen abends in wechselnden Privatr\u00e4umen von Mitgliedern statt. Lediglich die Vereinstreffen November und Dezember fielen wegen der N\u00e4he zur MV und zum Seminarwochenende aus. Die Themen hatten meist einen direkten Bezug zur aktuellen Vereinsarbeit. Mit Blick auf den kleinen in Frage kommenden Teilnehmerkreis wurde eine rege Beteiligung festgestellt. Die Idee, einen Teil der Abende in \u00f6ffentlichen R\u00e4umen zu l\u00e4ngerfristig bekannt gegebenen Themen zu veranstalten und damit insbesondere ein Angebot f\u00fcr Nichtmitglieder zu schaffen, wurde 2003 noch nicht verwirklicht.<\/p>\n<h3>Kontakte<\/h3>\n<p>Eine Beteiligung am Eine-Welt-Tag in Bonn am 12.10.2003 nebst vorangehender Ausstellung entfiel, da im Verein f\u00fcr diesen Termin und die Vorbereitung keine hinreichenden Personalkapazit\u00e4ten zur Verf\u00fcgung standen. F\u00fcr eine m\u00f6gliche Teilnahme am Eine-Welt-Tag 2004 ist geplant, eine Ausstellung zu Garrafao anzufertigen. Den Kontakt zum Ausrichter der Veranstaltung, dem Eine-Welt-Forum Bonn, den bisher haupts\u00e4chlich Anna Wienhard gehalten hat, werden nun Rolf Segadlo und Frauke Kl\u00f6ser wahrnehmen.<br \/>\nDie Gruppe Mandacar\u00fa, die praktisch nur noch aus einer Person besteht, f\u00fchrt keine Treffen mehr durch. Es gehen jedoch regelm\u00e4\u00dfig Informationen und Protestaufrufe per E-Mail ein.<br \/>\nDie kath. Kirchengemeinde Wachtberg, zu der Martina und Rolf Segadlo Kontakt halten, hat im Jahr 2003 ihren Eine-Welt-Abend ohne Einbeziehung von GN gestaltet. Die Gr\u00fcnde hierf\u00fcr sind nicht bekannt.<br \/>\nZur ev. Kirchengemeinde Gummersbach, die GN umfangreiche Spenden f\u00fcr Afghanistan gegeben hat, halten Guido Hinz und Hasan Hashemi Kontakt.<br \/>\nDen Kontakt zur \u201eInitiative Teilen\u201c im Cusanuswerk, bei der es sich ebenfalls um einen bedeutenden Unterst\u00fctzer f\u00fcr unsere Arbeit handelt, halten Sabine Wolters und Michael Roesgen.<br \/>\nDen Kontakt zur Eine-Welt-Gruppe Wachtendonk, in der ein F\u00f6rdermitglied von GN t\u00e4tig ist, ist rege.<br \/>\nAuch zur kath. Kirchengemeinde Wachtendonk, die zur kath. Gemeinde Sobradinho eine Gemeindepartnerschaft unterh\u00e4lt, wird \u00fcber Guido Hinz Verbindung gehalten. Wo sich M\u00f6glichkeiten ergeben, erfolgt eine direkte Zusammenarbeit.<br \/>\nDie kath. Jugend der Kirchengemeinde Hoffnungsthal\/Forsbach macht regelm\u00e4\u00dfig im Advent eine Verkaufsaktion zugunsten der Kindertagesst\u00e4tte in Sobradinho. Kontaktpersonen von GN sind Martin und Maria B\u00fcscher.<\/p>\n<h3>Publikationen<\/h3>\n<p>Im M\u00e4rz 2002 erschien die dritte Ausgabe der Vereinszeitung \u201eGlobale Nachbarschaft\u201c, die sich mit dem Themenschwerpunkt \u201eKinderbetreuung in Brasilien: Die Kindertagesst\u00e4tte Gente Valente\u201c besch\u00e4ftigt. Einen weiteren wesentlichen Teil des Heftes nimmt der Bericht \u00fcber den Besuch von Paulo Ferreira und Padre Joao aus Sobradinho in Deutschland ein. Mit 28 Seiten entspricht das Heft dem Umfang der beiden in den Vorjahren erstellten Ausgaben.<\/p>\n<p>Die beiden weiteren geplanten Ausgaben zu Garrafao und Sobradinho mit den Eindr\u00fccken von der Brasilienfahrt werden auf 2004 verschoben.<\/p>\n<p>im Original gez. Guido Hinz, Vorsitzender\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bonn, den 04. M\u00e4rz 2004<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresbericht 2003 des Vorstandes von Globale Nachbarschaft e.V. 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