Die Kindertagesstätte

Die Geschichte von Gente Valente in Sobradinho

Gente Valente, das heißt frei übersetzt „wertgeschätzte Leute“ und ist der Name der Einrichtung, die seit 1988 in Sobradinho dafür arbeitet, dass besonders Kinder alleinerziehender Mütter vom Kleinkind bis zum Grundschulalter über Tag gut untergebracht, ernährt und gefördert werden. Mütter können dank der KiTa ihren Lebensunterhalt verdienen, ohne ihre Kinder vernachlässigen zu müssen.

Kinder sollen Kind sein dürfen und nicht gezwungen sein, auf der Straße groß zu werden, jüngere Geschwister aufzuziehen oder mit für den Lebensunterhalt der Familie zu sorgen. Einen finanziellen Beitrag, wie er von einem staatlichen Kindergarten verlangt würde, können sich diese Familien nicht leisten. Sie beteiligen sich aber durch die Bereitstellung von Naturalien, durch Betreuungszeiten oder Arbeitseinsätze. Derzeit besuchen über 130 Kinder die drei Altersbereiche der Kindertagesstätte, für die durch Spenden bereits einiges erreicht werden konnte:

Die Kinderkrippe für die unter Zweijährigen nach der Sanierung 2006.
Die Kinderkrippe für die unter Zweijährigen nach der Sanierung 2006.

Die Krippe der Kita nimmt in Einzelfällen schon Säuglinge ab drei Monaten auf, während der Hortbereich Kinder neben dem Besuch einer Grundschule betreut.

Die zum Teil ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen sorgen nicht nur für die gute Ernährung der Kinder, sondern fördern sie durch Spielen, Singen und Geschichten erzählen. Die Frauen schenken den Kindern durch ihre liebevolle Fürsorge ein zweites Zuhause, in dem sie geborgen aufwachsen.

Das Projekt wurde 1988 durch Ordensschwestern angestoßen und wird heute von der örtlichen Stiftung “Antonita Bandres” getragen.
Im Juni 2005 konnte der Träger den Umbau des Krippenbereiches abschließen, nachdem sie zuvor neue Sanitäranlagen für die größeren Kinder gebaut hatten. Globale Nachbarschaft unterstützte dieses Vorhaben finanziell und beriet die Kita und die Stiftung bei der Planung des Umbaus.

Das zentrale Gebäude der KiTa im Jahr 2003. Damals gab es noch keinen überdachten Hof, keinen Spielplatz und es fehlten Räume für Gruppen, die entweder in dem alten Häuschen links untergebracht wurden oder sich bei Hitze und Regen im Freien aufhielten.
Das zentrale Gebäude der KiTa im Jahr 2003. Damals gab es noch keinen überdachten Hof, keinen Spielplatz und es fehlten Räume für Gruppen, die entweder in dem alten Häuschen links untergebracht wurden oder sich bei Hitze und Regen im Freien aufhielten.

In den Jahren 2002 und 2003 unterstützten wir die Erweiterung der Küche und den Bau eines Essraumes. Vorher nahmen die Kinder ihre Mahlzeiten im Freien ein, bei praller Sonne und viel Staub. Der Umbau ist erfolgreich abgeschlossen (siehe Bilderserie) und die Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Kita haben sich sehr verbessert.